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Der Gründer

Wilhelm Friedrich Karl Scharnow

Wilhelm Friedrich Karl (Willy) Scharnow, Unternehmer und Philantroph, geboren 13. Juli 1897, Bremen, gest. 18. März 1985, Bremen.

Willy Scharnow war eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Mit 28 Jahren gründete er 1925 sein eigenes Unternehmen, das Reisebüro Scharnow, dem auch eine Speditionsfirma und eine Konzertagentur angeschlossen waren.

Als 17jähriger wurde er Soldat im 1. Weltkrieg, an dem er bis zum Schluß teilnahm. 1939 heiratete er Erika Hellwig, die ihn bis Ende 2002 überlebt hat.

1944 wurde Willy Scharnow erneut zu den Waffen gerufen. Sein Bremer Reisebüro fiel den Fliegerbomben zum Opfer. 1945 wurde er gesundheitlich angeschlagen aus amerikanischer Gefangenschaft entlassen. Trotz Krankheit widmete er sich mit aller Kraft dem Wiederaufbau seines Reisebüros. Seine Arbeit ging dabei weit über das eigene Unternehmen hinaus.

Wegweisend waren seine Bemühungen für die Erschließung neuer Urlaubsdestinationen. 1950 gründete er zusammen mit anderen Persönlichkeiten der Branche den Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalterverband e.V. (DRV).

Sein spezielles Interesse galt indes der Reiseveranstaltung. Am 1. Januar 1954 gründete er die Touristikorganisation Scharnow-Reisen GmbH KG in Hannover zusammen mit Walter Kahn und anderen Pionieren der Reisebranche.

Seine Weitsicht und sein unternehmerisches Fingerspitzengefühl veranlaßten ihn bereits 1956 mit Touropa zu kooperieren. Durch die Aufnahme der Unternehmen Hummel Reise GmbH und Dr. Tigges Fahrten entstand 1968 in Hannover die Touristik Union International KG (TUI).

Symbol für sein Engagement für die Reisebranche war die Gründung der Willy Scharnow-Stiftung 1953. Als Angehöriger der Kriegsgeneration war es das Anliegen von Willy Scharnow, dem Reisebüronachwuchs bessere berufliche Chancen zu schaffen als er sie selbst hatte und in einer friedlicheren Welt als er sie selbst erlebt hat. In der Förderung der Bildungsgrundlagen und Sprachkenntnisse von Reisebüromitarbeitern sowie mit verständnisfördernden Begegnungen auf Auslandsreisen sah Willy Scharnow eine wichtige zukunftsorientierte Arbeit.

Sein vielfältiges und erfolgreiches Wirken wurde mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen belohnt. Die bayerische Marktgemeinde Waging am See verlieh ihm 1955 das Ehrenbürgerrecht für seine Verdienste um die Erschließung des Ortes als Urlaubsdestination. 1963 wurde er zum Ehrenvorstandsmitglied des Deutschen Reisebüroverbandes e.V. ernannt. Im März 1979 wurde ihm das große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Willy Scharnow nahm bis zu seinem Tode regen Anteil am Aufbau des gemeinsamen Unternehmens in Hannover, an der Verbandsarbeit und vor allem an seinem Lebenswerk, der Willy Scharnow-Stiftung.

Willy Scharnow bleibt unvergessen und zählt für immer zu den Pionieren und großen Persönlichkeiten der deutschen Reisebranche.

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