Die Reise mit der Willy Scharnow-Stiftung war schon lange geplant und die Vorfreude groß, da kam zwei Tage vor der Abreise die Nachricht, „Das Schiff ist kaputt.“
Zuerst ein kleiner Schock und nach genauerer Information, wussten wir, dass die Ausschiffung am 21.06.2026 wird statt in Bremerhaven nun in IJmuiden/Amsterdam sein. Grund hierfür sind kurzfristig aufgetretene technische Probleme an einem Bugstrahlruder der MS Artania. Die Reederei hatte schnell einen Plan B und bot uns verschiedene Rückreisemöglichkeiten an. Als kleines Goodie waren nun sogar die Getränke für die Tour inklusive. Die meisten Teilnehmer konnten den Heimweg umorganisieren. Gott sei Dank, unsere Kurzreise war gerettet.
Nun konnte die Reise bei strahlendem Sonnenschein in Bremerhaven starten. Checkin 15:00 Uhr ruck zuck. Alle Teilnehmer bekamen eine komfortable Balkonkabine auf Deck 6 oder 7. Kleiner Snack und dann noch schnell die Rettungsübung. Das erste Treffen mit der Gruppe fand um 18:00 Uhr statt und wir bekamen einige interessante Informationen zum Schiff, von MS Artania und zur Willy Scharnow-Stiftung.
Unsere Reiseleitung von der Willy Scharnow-Stiftung, Jutta Aumann, zeigte ein paar nostalgische Bilder von der MS Artania. Jutta kannte das Schiff schon, als es noch die Royal Princess war. Erst später wurde es zur MS Artania und von keiner Geringeren als Prinzessin Di getauft.
Dann folgte die Vorstellungsrunde der 19 Teilnehmer und das Schiff legte ab mit Kurs auf die Niederlande. Zum Abendessen ging es in eines der Bordrestaurants, ins Vier Jahreszeiten auf Deck 2 mit köstlichen Menüs zur Wahl. In diesem Restaurant werden alle Gänge serviert, dadurch hat man eine ruhige und gediegene Atmosphäre. Den Abend haben wir bei Musik und ein paar leckeren Getränken in der Pazifik Lounge ausklingen lassen.
Am Freitag konnte man den Tag gemütlich starten und das reichhaltige Frühstück in den verschiedenen Restaurants genießen. Gegen Mittag erreichten wir den Liegeplatz in IJmuiden bei Amsterdam, dort sollte die Grand Lady repariert werden und wir unsere Station für die nächsten zwei Tage haben. Nach dem Mittagessen, das wir in verschiedenen Restaurants genießen konnten, ich persönlich habe das Buffet-Restaurant auf Deck 8 gewählt, haben einige Teilnehmer die nähere Umgebung und den Strand erkundet, bis es am Abend nach Amsterdam zur Grachtenfahrt ging. Auch das kleine Gewitter während der Tour, hat der romantischen Fahrt auf den Amsterdamer Grachten nicht das Flair genommen. Die Geschichte der Stadt, die Atmosphäre und die historischen Sehenswürdigkeiten haben uns begeistert.
Am Ende der Tour wurden wir mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt. Nach der Rückkehr haben wir wieder den Tag an einer der schönen Bars oder auch einige bei Musik und Tanz, ausklingen lassen.
Der Samstag stand im Zeichen von angebotenen Touren, Strand und verschiedenen Aktivitäten, die von Phönix angeboten wurden, bis wir uns am Nachmittag gemeinsam zur Küchenführung getroffen haben. Der Küchenchef Alexander aus St. Petersburg gab uns einen interessanten Einblick in die Logistik einer Kreuzfahrtküche. Wow, was für eine Organisation! Bei ausgebuchtem Schiff werden hier täglich 1.100 Gäste auf höchstem Niveau verköstigt und das mit nicht nur 3 Hauptmahlzeiten, sondern auch mit Zwischenmahlzeiten und tollen Sonderaktionen, wie zum Beispiel Frühschoppen auf dem Sonnendeck mit frischen Austern, was wir auch genießen durften. Alle waren beeindruckt.
Am Abend haben einige Teilnehmer der Gruppen noch das Fine Dining im Pichler´s Restaurant genossen. Fantastisch! Anschließend hieß es Anstoß Deutschland-Elfenbeinküste. Hier verwandelte sich die Grand Lady in eine Fanmeile mit Stil. Am Sonntag hieß es dann plötzlich schon wieder Abschied nehmen. So schnell vergeht die Zeit, die man mit toller Reiseleitung Jutta und mit einer supernetten Reisegruppe verbringt.
Als Resümee kann ich sagen, danke Willy Scharnow-Stiftung, danke Phönix, danke Jutta Aumann für die schöne und informative Zeit. Wer die Gelegenheit hat, an einer solchen Reise teilzunehmen, der sollte das tun. Es hilft enorm im Verkauf, denn das, was man erlebt hat, kann man mit Herz und Sachverstand an den Mann bzw. Frau bringen.
Bis bald mal wieder, wenn es heißt: On Tour mit Willy Scharnow
Claudia Schnell
Reisebüro Claudia Schnell, Wiesbaden