Die Inforeise in die Dom Rep war meine erste Reise auf die karibische Insel und auch die erste Reise überhaupt mit der Willy Scharnow Stiftung. Beide Seiten haben meine Erwartungen übertroffen und ich bin glücklich und mit wahnsinnig vielen, tollen Eindrücken auch abseits der üblichen Pfade heimgereist.

In Puerto Plata hieß uns Yudelka Lopez, unsere einheimische Reiseleiterin, mit ihrer stürmisch-herzlichen Art willkommen. Dank ihrer witzigen und offenen Art konnten wir viel über die Menschen und das Leben in der Dom Rep erfahren. So aßen wir auch in kleinen, lokalen Restaurants, kosteten an verschiedenen Straßenläden lokale Produkte und exotische Früchte und hielten auch mal ganz typisch an einer Tanke zum Anstoßen auf den nächsten Programmpunkt.

Die ersten beiden Nächte verbrachten wir in Puerto Plata im Emotion by Hodelpa Playa Dorada. Ein rundum tolles, sehr aufmerksames Strandhotel. In Puerto Plata stand neben einem kurzen Stadtrundgang und dem Besuch der Rumfabrik Macorix auch ein Besuch von Salto de Damajagua an. Sieben Wasserfälle durften wir dort auf natürlichen Rutschen hinuntersausen – ein tolles, einzigartiges Erlebnis für alle ab 8 Jahre.

Der Küste entlang ging es über Sosua nach Cabarete. Unterwegs haben wir im AMHSA Casa Marina ein Stopp zum Mittagessen und zum Strandgang eingelegt. Das Hotel ist toll gelegen (am Strand und Riff) und bietet köstliche Mahlzeiten. In Cabarete windet es ziemlich, so dass viele Kite Surfer auch noch zu unserer Ankunft am frühen Abend beobachten werden konnten. Den Abend ließen wir in einer der vielen Strandbars mit überraschend günstigen, aber exzellenten Cocktails bei karibischen Klängen und ruhiger Meeresbrise ausklingen.
Anschließend ging es in die für mich schönste Region der Karibikinsel, Samaná. Die Fahrt dorthin ist bereits ein Highlight für sich. Die Straßen schlängeln sich durch grüne, hügelige Landschaft, vorbei an kleinen Kuhfarmen, durch typische Dörfer und immer begleitet von der hier so typischen Kokospalme. Natürlich erhascht man auch immer wieder einen Blick auf das türkisblaue Meer – wundervoll!

Wir hatten das große Glück eine Bootstour durch den beeindruckenden Los Haitises Nationalpark unternehmen zu dürfen. Das erste Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Nachdem wir die Brücke von Samaná hinter uns gelassen hatten und ein Stück weiter in die Bucht gefahren waren, begrüßte uns ein Buckelwal nur wenige Meter vor unserem Boot. Wir waren alle wahnsinnig gerührt. Die Ausblicke auf die Pelikan- und Fregattvogelinsel, der Besuch zweier Höhlen und die Fahrt durch die Mangroven rundeten die Bootstour perfekt ab. Anschließend ging es zum Mittagessen auf die weltberühmte Bacardi Insel, Cayo Levantado. Die Insel steht mit ihren Menschenmassen in krassem Kontrast zum Nationalpark, wo wir beinahe niemanden über Stunden hin gekreuzt hatten. Trotzdem ist die wunderschöne Insel einen Besuch wert – am besten am späten Nachmittag, wenn bereits einige Tagesbesucher wieder abgereist sind.

Die chaotische Hauptstadt, Santo Domingo, überschwebten wir mit der modernen Seilbahn, die auch eine Sicht auf die Armenviertel ermöglicht. Etwas mitgenommen von den gegensätzlichen Eindrücken der Hauptstadt ging es weiter in das frühlingshafte Jarabacoa – eine Oase für alle Ruhesuchenden.

Zum Abschluss ging es noch in die interessante Zigarrenfabrik E. Léon Jiménes und in das Utesa Museum, wo man einen guten Eindruck über die verschiedenen Regionen der Dominikanischen Republik bekommt.

Wie es der Zufall wollte, wurde unsere Maschine aufgrund von technischen Problemen gecancelt und wir durften einen weiteren Tag auf der Trauminsel verbringen. Yudelka ließ es sich nicht nehmen, uns eine Tour auf die Isla Bonita (Paradise Island) zu organisieren. Das unfassbar klare Meereswasser mit seinen vielen Türkis- und Blautönen, die grünen Berge und die kleine, paradiesische Sandinsel mit vorgelagertem Riff sind kaum in Worte zu fassen und waren somit der perfekte, krönende Abschluss.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Insel sehr vielfältig ist und tolle Geheimtipps bereithält. Die Menschen sind herzlich und aufgeschlossen und es gibt auch eine ganze Reihe an tollen, kleinen Hotels. Ideal für alle Reisende, die Traumstrände, Rundreise und Abenteuer verbinden möchten.

Aline Dobbelstein
Accept Reisen, Aachen