Morgens früh traf sich die kleine Gruppe am Flughafen Frankfurt zum Check-in am LOT-Schalter. Unsere Flüge mit Umstieg in Warschau waren pünktlich und um 14:30 Uhr erreichten wir unser Ziel Lublin. Am Flughafen nahm uns die polnische Reiseleitung Oliwia in Empfang und wir fuhren für ein spätes Mittagessen in ein italienisches Restaurant.
Anschließend ging es weiter zum Check-in ins IBB Grand Hotel Lublin, unser Domizil für die nächsten drei Nächte. Es ist ein 4*-Hotel in einer sehr guten Lage, fußläufig ist man schnell im Zentrum. Es ist ein Hotel zum Wohlfühlen, freundliches Personal, gut ausgestattete Zimmer (die schon ein bisschen an die K und K-Zeit erinnerten) sowie ein leckeres Frühstück. Abends besuchten wir die Brauerei „Perla“, ein Traditionsbetrieb, der aus einem ehemaligen Kloster sowie einer ehemaligen Kirche entstanden ist. Nach der informativen Besichtigung und einem Tasting haben wir das Abendessen im angeschlossenen Restaurant „Perlowa Pijalnia Piwa“ eingenommen.
Am nächsten Morgen lernten wir unsere zweite polnische Reiseleiterin kennen, Malgorzata (genannt Gosia) holte uns zu den Hotelbesichtigungen ab. Wir starteten im Hotel Viktoria Lublin***, es ist das älteste und größte Hotel der Stadt. Ein helles, modernes Haus in zentraler Lage. Das Hotel bietet eine schöne Roof-Top-Bar mit tollem Rund-um-Blick, es gibt Tagungsmöglichkeiten für bis zu 300 Personen. Die Komfort-Zimmer sind mit einer Dusche ausgestattet, die anderen mit einer Badewanne. Das nächste Hotel war das focushotel Premium Lublin****, ein Konferenz-Hotel in zentraler Lage. Alle Zimmer haben neue, moderne Bäder, es gibt Zimmer mit einem Doppelbett oder 2 Einzelbetten. In der Komfort-Kategorie sind Minibar- und Safe inklusive. Es gibt einen kleinen Fitness- und Sauna-Bereich. Das dritte Hotel war das Avartari Miaska Hotel***, ein kleines (22 Zimmer) Boutique-Hotel mitten in der Altstadt. Alle Zimmer haben neue Bäder. Unser Fazit: alle drei Hotels sind empfehlenswert, das Viktoria hat am meisten überzeugt.
Nach der Mittagspause im Restaurant „Bona“ (absolute Empfehlung!) ging es nach Zamosz. Eine interessante Stadt mit besonderer Entstehungsgeschichte und viel Wissenswertem über die Familie Zamoyski. Eine sehr informative Stadtführung in Deutsch (es war schon fast etwas viel an Informationen welche uns übermittelt wurde) endete im Restaurant Verona zu einem sehr leckeren Diner. Eingeladen waren wir vom Pressesprecher der Stadt Zamosc, Jacek Belz, der uns übrigens auch gefahren hat.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen von Lublin. Wir besuchten als erstes das Lublin Open Air Village Museum, das größte ethnologische Freiluft-Museum des Landes, absolut sehenswert! Dann ging es weiter in die Bäckerei Kuzmiuk und wir konnten das traditionelle Zwiebelgebäck Cebularz probieren. Köstlich! Diese Spezialität wird in der Bäckerei seit 1944 nach einem Traditions-Rezept hergestellt.
Das Kulturzentrum Grodzka Gate mit der Ausstellung „Lublin. Memory of the Place“ stand als nächstes auf dem Plan. Eine Erinnerung an das jüdische Leben in Lublin. Danach teilte sich die Gruppe, ein paar besuchten das Staatliche Museum Majdanek, die anderen hatten Zeit für eigenen Erkundungen. Um 17 Uhr trafen sich dann alle wieder am historischen Schloss, um das Nationalmuseum von Lublin zu besuchen. Das Abendessen wurde im Restaurant „Bibosz Pub“ eingenommen, leckeres Essen, aber eine etwas laute Atmosphäre.
Am letzten Tag ging es dann nach Kozlowka für einen Besuch des Zamoyski Museum. Über die Familie Zamoyski hatten wir ja schon viel in Zamosz erfahren, aber hier im Schloss der Familie hatten wir die große Ehre, dass uns Gräfin (hr.) Inka Zamoyski persönlich durch die Räumlichkeiten geführt hat. Sie war gerade zu Besuch in Polen. Sie hat natürlich sehr persönlich erzählt, anders als es selbst ein gut geschulter Guide tun könnte. Das war schon ein ganz besonderes Erlebnis!
Bevor es dann zum Flughafen ging, gab es noch ein letztes gemeinsames Mittagessen im Restaurant „Ansaldo“. Pünktlich zum Abflug um 15 Uhr hat uns Oliwia wohlbehalten am Flughafen abgesetzt.
Es waren tolle vier Tage mit ganz viel Input im Kreise einer kleinen, harmonischen Gruppe. Und für mich selbst eine sehr schöne Erfahrung: das erste Mal mit der Willy Scharnow-Stiftung und das erste Mal Polen. Beides absolut wiederholungswürdig!
Heike Prieg
Partnerin der Mein Urlaubsglück GmbH, Bielefeld